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Ratgeber

Badsanierung: der Ablauf, die Dauer und die Reihenfolge, auf die es ankommt

Zwei Wochen ohne Dusche sind planbar, wenn die Reihenfolge stimmt. Was in welcher Woche passiert.

Woche eins: alles raus, Leitungen neu

Am Anfang steht der Rückbau. Sanitärapparate, Platten und häufig auch der alte Unterlagsboden kommen weg. Danach werden Wasser- und Abwasserleitungen versetzt, die Elektroinstallation angepasst und Wände geschlossen oder neu gestellt.

Das ist der lauteste und staubigste Teil. Wir schützen den Zugang ab und räumen täglich auf, damit die übrige Wohnung benutzbar bleibt.

Die Abdichtung: der Schritt, den man später nicht mehr sieht

Bevor die erste Platte an die Wand kommt, wird der Nassbereich abgedichtet. Zwei Anstriche auf einem ebenen Grundputz, Dichtbänder in allen Ecken, an den Übergängen und um jede Rohrdurchführung.

Platten sind nicht wasserdicht. Was das Wasser aufhält, ist die Schicht darunter. Wird sie weggelassen, bleibt das jahrelang unbemerkt, bis die Nachbarwohnung eine feuchte Wand hat. Diesen Schritt überspringt niemand, der das Bad in zehn Jahren noch verantworten will.

Woche zwei: Platten, Fugen, Montage

Jetzt wird verlegt. Das Fugenbild legen wir vorher fest, damit Schnitte dort landen, wo sie niemand sieht, und nicht mitten in der Sichtachse. Danach folgen Fugen, elastische Anschlüsse und zum Schluss die Montage der Sanitärapparate.

Zwischendurch stehen Trocknungszeiten an. Die lassen sich nicht abkürzen, auch nicht mit mehr Leuten auf der Baustelle.

Was Sie vorher entscheiden sollten

Material und Format der Platten, die Position von Dusche, Lavabo und WC, die Art der Duschabtrennung und die Sanitärapparate. Je später eine dieser Entscheidungen fällt, desto eher steht die Baustelle still und wartet auf eine Lieferung.

Zur Leistung: Platten- & Keramikarbeiten

Aufbau im Schnitt

Wandaufbau in der Dusche

Platten sind nicht wasserdicht, die Abdichtung darunter ist es. Sie kostet einen halben Tag und verhindert Schäden, die Jahre später auftauchen.

  1. 5Platte, Fuge, Silikon am Rand10 mm
  2. 4Kleber im Kammverfahren5–8 mm
  3. 3Verbundabdichtung mit Dichtband2 Anstriche
  4. 2Grundputz, eben abgezogen10 mm
  5. 1MauerwerkBestand
Wandaufbau in der DuscheSchnittzeichnung von unten nach oben: Mauerwerk (Bestand), Grundputz, eben abgezogen (10 mm), Verbundabdichtung mit Dichtband (2 Anstriche), Kleber im Kammverfahren (5–8 mm), Platte, Fuge, Silikon am Rand (10 mm).1MauerwerkBestand2Grundputz, eben abgezogen10 mm3Verbundabdichtung mit Dichtband2 Anstriche4Kleber im Kammverfahren5–8 mm5Platte, Fuge, Silikon am Rand10 mmMauerwerkWandaufbau in der Dusche
Schematische Darstellung. Die Stärken richten sich nach Untergrund und Nutzung.

Gut zu wissen

Häufige Fragen dazu

Wie lange kann ich das Bad nicht benutzen?

Bei einem einzelnen Bad rechnen wir mit rund zwei Wochen von der ersten bis zur letzten Arbeit. Gibt es im Haus kein zweites WC, planen wir das vorher mit Ihnen durch.

Kann ich während der Sanierung in der Wohnung bleiben?

In den meisten Fällen ja. Wir arbeiten etappiert, schützen den Zugang ab und räumen täglich auf.

Muss der Unterlagsboden wirklich heraus?

Nicht immer. Wenn Höhen und Zustand stimmen, bleibt er. Wo Leitungen versetzt werden oder der Aufbau zu hoch wird, ist der Ersatz die günstigere Lösung, weil sonst an jeder Türschwelle geflickt wird.

Nächster Schritt

Erzählen Sie uns von Ihrem Vorhaben.

Besichtigung und Offerte sind kostenlos und unverbindlich. Wir sagen Ihnen ehrlich, was möglich ist, und was es kostet.

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